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Wie kann CRP helfen, entzündliche rheumatische Erkrankungen zu verstehen?

Bis zu 1 % der Weltbevölkerung, also 78 Millionen Menschen, werden irgendwann in ihrem Leben mit rheumatoider Arthritis diagnostiziert. Das macht rheumatoide Arthritis zur häufigsten Erkrankung aus der Gruppe der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Neben dieser Form, die vor allem die Gelenke betrifft, gibt es noch viele andere Arten rheumatischer Erkrankungen, von denen einige auch zu Entzündungen der inneren Organe, Muskeln und Blutgefäße führen können. Auch wenn die Symptome der verschiedenen Krankheiten unterschiedlich und vielfältig sein können, liegt die gemeinsame Ursache im Immunsystem, welches körpereigene (= endogene) Zellen angreift. Entzündlich-rheumatische Erkrankungen werden daher auch als Autoimmunerkrankungen bezeichnet.
Die Symptome von rheumatoider Arthritis sind oft eher unspezifisch, was es schwierig macht, die Krankheit zu verstehen – erst recht, wenn die Diagnose noch neu ist und man gerade erst lernt, die Signale des Körpers zu interpretieren. Müdigkeit, leichtes Fieber, Muskelkater und Appetitlosigkeit können ohne Hilfsmittel schwer zu deuten sein.
Bei der Vielzahl von Symptomen, die bei so einer Krankheit auftreten können, macht es nur Sinn, dass auch die Behandlung auf mehreren Säulen basiert: Medikamente, Sport- oder Physiotherapie, Wärmetherapie und der Abbau von Stress und Ängsten können Teil des Behandlungsplans sein und sich auch gegenseitig ergänzen.
Wir bei Bloom Diagnostics möchten Menschen mit chronisch entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis unterstützen. Lies weiter, um mehr darüber zu erfahren, wie ein einziger Biomarker helfen kann, Entzündungssymptome, einfach und effizient, besser zu verstehen.
Was ist CRP?
CRP steht für C-reaktives Protein. Es handelt sich dabei um ein sogenanntes Akute-Phase-Protein und ist als solches Teil der Immunreaktion des Körpers. Wenn das Immunsystem aktiviert wird, z. B. bei einer Infektion oder einer Verletzung, wird CRP in den Blutkreislauf abgegeben. Der CRP-Wert korreliert dabei mit dem Entzündungsstatus des Körpers, d. h. er zeigt an, ob der Körper mit einer schweren oder einer leichten Entzündung kämpft.
Der Anstieg von CRP im Blut erfolgt oft schneller als klinische Symptome auftreten oder sich verändern können. Das bedeutet, dass CRP schneller reagiert und somit zuverlässiger Auskunft über das Fortschreiten einer Infektion oder Krankheit geben kann, als die reine Betrachtung der Symptome.
Wie wird CRP bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen von Fachleuten eingesetzt?
Durch die Messung der CRP-Konzentration im Blut kann sich medizinisches Fachpersonal einen Überblick über den Entzündungszustand einer Person verschaffen. Dies kann bei akuten Erkrankungen, z. B. bei einer bakteriellen Infektion, aber auch bei chronischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis hilfreich sein. CRP-Messungen werden im Rahmen der Diagnostik, aber auch bei bestehender Diagnose durchgeführt, um die Wirksamkeit einer Behandlung zu beurteilen. Da das Ziel der Therapie darin besteht, die Entzündung im Körper zu lindern, führt eine erfolgreiche Behandlung unter anderem zu niedrigeren CRP-Werten.
Durch die regelmäßige Messung von Entzündungsmarkern wie CRP und die dadurch erhaltenen Informationen kann das behandelnde Fachpersonal die Dosis eines bestimmten Medikaments anpassen oder ein anderes Medikament verschreiben.
Bitte beachte, dass du niemals selbstständig deine Medikation ändern solltest, ohne vorher deinen Arzt/deine Ärztin zu kontaktieren.
Wie können Personen mit entzündlicher rheumatischer Erkrankung CRP verwenden?
Besonders in der ersten Zeit nach der Diagnose einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung kann es schwierig sein, die Symptome zu verstehen. „Bin ich einfach nur müde, weil ich zu wenig geschlafen habe, oder sagt mir mein Körper, dass ich langsamer machen soll?“ und „Habe ich Muskelkater aufgrund des Trainings oder liegt es an der rheumatoiden Arthritis?’’ können wiederkehrende Gedanken sein.
Bei solchen Unsicherheiten kann die Messung des CRP-Werts helfen, die Signale des Körpers besser zu verstehen. Die subjektive Empfindung kann mit einer Zahl verknüpft werden, was nicht nur helfen kann, den durch die unklare Situation verursachten Stress zu verringern, sondern mit der Zeit auch zu einem besseren Verständnis der Krankheit führt.
Bist du neugierig geworden und möchtest deinen CRP-Wert testen? Lies hier mehr über den Bloom Inflammation Test.
Wenn du ein Arzt/eine Ärztin, Physiotherapeut*in oder eine andere medizinische Fachkraft bist, die mit Bloom zusammenarbeiten möchte, um Personen mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen mehr Hilfe und Unterstützung zu bieten, nimm Kontakt mit uns auf und werde Bloom-Partner.
An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass nicht bei jeder Person mit diagnostizierter rheumatoider Arthritis, der CRP-Wert mit den Symptomen korreliert. Ein einzelner CRP-Test sollte daher niemals als Ersatz für eine fachärztliche Betreuung und Behandlung dienen, sondern eher als zusätzlicher Hilfsfaktor.
Referenzen
- C-Reactive Protein Why Get Tested? American Association of Clinical Chemistry. https://labtestsonline.org.uk/tests/c-reactive-protein, accessed: 02/10/2024.
- Lothar T. Labor Und Diagnose Online Edition, 2024, Release 8, https://www.labor-und-diagnose.de/index.html
- Jameson JL, Fauci AS, Kasper D, Hauser S, Longo DL, Loscalzo J, eds. Harrison’s Principles of Internal Medicine. 20th ed. McGraw-Hill Education; 2018.
- National Institute for Health and Care Excellence. Rheumatoid Arthritis in Adults: Management.; 2018. www.nice.org.uk/guidance/ng100.
- Combe B, Landewe R, Daien CI, et al. 2016 update of the EULAR recommendations for the management of early arthritis. Ann Rheum Dis. 2017;76(6):948-959. doi:10.1136/annrheumdis-2016-210602
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- Janet E. Pope, Ernest H. Choy, C-reactive protein and implications in rheumatoid arthritis and associated comorbidities, Seminars in Arthritis and Rheumatism, Volume 51, Issue 1, 2021, Pages 219-229, ISSN 0049-0172, https://doi.org/10.1016/j.semarthrit.2020.11.005.